Gemeinsame Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (LGMV)
Denkmal ist fit für die nächsten Jahrhunderte
Einstiger Pferdestall nach Sanierung feierlich an FNR übergeben
Das jüngste Bürogebäude der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) wurde heute offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der um 1780 als Pferdestall errichtete, denkmalgeschützte Fachwerkbau im Gutsensemble Gülzow war zuvor von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (LGMV) behutsam saniert und umgestaltet worden.
In dem Denkmal entstanden auf mehr als 450 Quadratmetern 22 moderne, teils barrierefreie Arbeitsplätze, verteilt auf neun Büros. „Damit bietet die FNR ihrem stetig wachsenden Team zusätzlichen, für neue Aufgaben dringend benötigten Raum“, erklärte FNR-Geschäftsführer Dr.-Ing. Andreas Schütte bei der feierlichen Übergabe des Bauwerks. Darüber hinaus stehe das modernisierte Bauwerk künftig auch den Menschen vor Ort für kulturelle und soziale Ereignisse zur Verfügung.
Schütte unterstrich, dass sowohl die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (LGMV) als Eigentümerin und Bauherrin als auch die FNR als Mieterin des 250 Jahre alten Bauwerks Wert auf größtmöglichen Erhalt historischer Bausubstanz und die Verwendung nachwachsender und natürlicher Rohstoffe gelegt hatten. Regionale Handwerker arbeiteten hier teils mit historischen Techniken, etwa beim Herstellen formschlüssiger Holzverbindungen ohne Metallteile. Zur Wärmeversorgung wurde das (zuvor nie beheizte) Bauwerk an die benachbarte Strohheizungsanlage angeschlossen, die bereits das Gutshaus und andere öffentliche Gebäude in der Gemeinde mit erneuerbarer Wärme beliefert. Auch Strom bezieht die FNR aus erneuerbaren Quellen.
Till Pagels, Geschäftsführer der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, ergänzte: „Wir sind stolz auf die hier geleistete Arbeit und danken allen Beteiligten, die hier Hand in Hand zusammengearbeitet und dieses Projekt mit viel Fachwissen, Engagement und Weitblick begleitet und termingerecht umgesetzt haben. Hier wurde eindrucksvoll gezeigt, wie verantwortungsvolles und zukunftsgerichtetes Bauen gelingt. Statt das Gebäude “zu konservieren”, wurde es durch eine behutsame und zugleich zukunftsweisende Umnutzung einer modernen Funktion zugeführt – ein gelungenes Beispiel dafür, wie historisches Erbe nachhaltig weiterentwickelt werden kann.“
Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, dessen Ministerium die Rettung des denkmalgeschützten Bauwerks mit knapp 3,1 Millionen Euro unterstützt hatte, würdigte die gelungene Sanierung des betagten Fachwerkbaus. Mit der Verwendung ökologischer Baustoffe sei hier ein Schritt in Richtung CO2-sparendes Bauen gegangen worden. „Und das Projekt verbindet im Sinne der Nachhaltigkeit die Erhaltung historischer Bausubstanz mit zeitgemäßer Nutzung“, so Backhaus.
In dem etwa zeitgleich mit dem Gülzower Gutshaus vor 250 Jahren errichteten Stallgebäude waren vermutlich zu keiner Zeit Sportpferde, sondern stets die auf den landwirtschaftlich bestellten Gutsländereien unersetzlichen Arbeitspferde untergebracht. Der wohl bis in die 1960er-Jahre genutzte Stall fungierte später u. a. als Deckstation des Gutes Redefin, im Anschluss als Unterstellhalle mit Garagen und hatte zuletzt leer gestanden.
In den 1990-er Jahren war der Fachwerkbau unter Denkmalschutz gestellt worden, beide Giebel und das Dach wurden instandgesetzt. Dennoch setzten der Zahn der Zeit und die Witterung dem Gebäude weiter zu. Die Schäden an Innen- und Außenwänden waren stärker als erwartet, konstatierte die Bauleitung 2024. Außerdem war das Gebäude nach Norden hin abgesackt, so dass Höhenunterschiede im Boden- und Deckenbereich auszugleichen waren.
Den Startschuss für den Umbau des Pferdestalles zu einem modernen Bürogebäude der FNR hatte die LGMV im April 2024 gegeben. Am 7. Mai 2025 wurde die Richtkrone gesetzt und im August 2025 die Baugerüste nach Abschluss der Arbeiten an Fachwerk und Dacheindeckung demontiert. Es folgten Fußbodenaufbau, technische Gebäudeausrüstung, Bodenbeläge, Wandanstriche, Innenausbau, Büroeinrichtung und Außenanlagen.
Den Bauablauf hat die FNR zum einen in regelmäßigen Blogeinträgen auf ihrem Themenportal Bauen: baustoffe.fnr.de dokumentiert. Zum zweiten hat die FNR eine 38-seitige Broschüre mit dem Titel „Denkmalsanierung – Gülzower Pferdestall wird zum Bürogebäude der FNR“ (Link) aufgelegt, die als Print- oder Online-Ausgabe beziehbar ist. Neben mit zahlreichen Fotos unterlegten Einblicken in das Baugeschehen enthält die Broschüre auch ein Kapitel zu der bis ins 14. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte des Ortes und des Gutsensembles Gülzow.
Mit der Modernisierung des Stallgebäudes findet die 1993 mit der Gutshaus-Sanierung begonnene Neugestaltung des Areals ihren vorläufigen Abschluss. Das Ensemble dreier von der FNR genutzter historischer Gebäude samt benachbartem Neubau ist vollständig modernisiert und langfristig als Dienstort für derzeit 180 Beschäftigte der FNR gesichert.
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